Facebook

Als Aquarianer erkennt man gleich am auffallenden Trächtigkeitsfleck, dass die Fischlein hier im Flüsschen bei Sarigerme/Dalaman (Türkei) zu den Lebendgebärenden Zahnkarpfen gehören müssen.

Gambusia affinis und Gambusia holbrooki sind rein äußerlich schwer zu unterscheiden. Beide Arten kommen in wärmeren Gebieten weltweit vor, da sie zur Mosquito-Bekämpfung eingesetzt wurden. So sind sie auch in der Türkei weit verbreitet.

Interessant war zu beobachten, dass die Weibchen immer größere Gruppen bildeten (Bild ganz oben) und nicht oder kaum von Männchen (Bild darunter) bedrängt wurden. Die Anzahl der Weibchen war wesentlich höher als die der Männchen.

Um welche der beiden Arten es sich hier handelt, kann ich nicht sagen. Laut wissenschaftlichen Arbeiten kommt im Gebiet um Dalaman G. affinis vor (Westlicher Mosquitofisch). Ich hatte früher schon G. affinis gehalten und glaube eher, dass es sich hier um G. holbooki (Östlicher Mosquitofisch) handelt. Man kann die beiden Arten am Gonopodium unterscheiden, aber wer will - außer Wissenschaftler - da schon genauer nachschauen.

Man ist übrigens nicht mehr der Meinung, dass das Aussetzen dieser gebietsfremden Arten unkritisch sei. Gerade in der Türkei leben eine sehr große Zahl von endemischen Fischarten, die zum Teil unter der massiven Ausbreitung von den Mosquito-Kärpflingen zu leiden haben. So wird z. B. der in der Türkei heimische, sowieso stark bedrohte, hübsche Killifisch Aphanius anantoliae von den Gambusia verdrängt. Im Vorkommensgebiet von Aphanius trennt man sogar Wasserstellen mit Mauern ab, um Gambusia-freien Lebensraum für die bedrohte Art zu schaffen!

Horst Fries

  • 01_Gambusia_holbrooki__Gruppe_Weibchen
  • 02_Gambusia_holbrooki__Weibchen
  • 03_Gambusia_holbrooki__Maennchen
  • 04_Gambusia_holbrooki__Maennchen
  • 05_Gambusia_holbrooki__Paerchen

Logo

Impressionen

aj2010-72.jpg
Ausstellung_2013-10-31_ 150.jpg

Briefmarken

Karpfen_RPS.jpg
Copyright © 2018 Aquarien- und Terrarienfreunde Mössingen e. V.. Alle Rechte vorbehalten.